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Das Land, wo die Sonne nicht untergeht: China und die sozialistische Moderne

Prof. Dr. Barbara Mittler, CATS (Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien) an der Universität Heidelberg

Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts sahen Chinas Intellektuelle ihr Land im Dunkel versinken. Jeder der verlorenen Kriege gegen ausländische Mächte, ja sogar gegen den kleinen Nachbarn Japan, war ein neuer Schockmoment, der Schriftsteller, Dichter und Karikaturisten aufrüttelte: Alle dachten sie darüber nach, wie man China — den schlafenden Drachen — am besten aufwecken, wiederbeleben, ja aus dem Dunkel der Nacht in das Licht zurückholen könnte.

Eine Figur, die versprach, dies zu tun, war Mao Zedong. Zu seinen Lebzeiten wurde er als “Die Sonne, die niemals untergeht 永远不落的太阳" gefeiert, eine Formel, die bis heute immer wieder beschworen wird, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Dieser Vortrag versucht, die künstlerischen Diskurse des langen chinesischen 20. Jahrhunderts—musikalisch, literarisch und visuell, populär und elitär—einzuordnen, um so die Macht der Sonne in der sozialistischen Moderne Chinas zu reflektieren.

BARBARA MITTLER studierte in Oxford, Taipei und Heidelberg Sinologie, Musikwissenschaft und Japanisch. Seit 2004 ist sie Professorin am Institut für Sinologie in Heidelberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der chinesischen Kulturgeschichte.

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  • Mo, 05 Juli 18.00 - 20.00
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