Programmheft März - Juli 2026

 

Für eventuelle Änderungen bitte vor Veranstaltungen auf der Website informieren.

Lesungen "Leipzig liest 2026"

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2026 und des Lesefests "Leipzig liest" bieten wir in unseren Räumen in der Otto-Schill-Str. 1 zwei Autorinnenlesungen und einen Workshop an. Die Veranstaltungen sind kostenfrei.

Schwanentage – Die Übersetzerin Karin Betz im Gespräch über Zhang Yuerans Roman

FR, 20. März • 19 Uhr

Konfuzius-Institut Leipzig Otto-Schill-Str. 1, 04109 Leipzig
Die Lesung findet auf Deutsch statt.

Abstract
Das Kindermädchen Yu Ling arbeitet für eine wohlhabende Familie der chinesischen Oberschicht und widmet sich mit großer Hingabe der Erziehung des siebenjährigen Kuan Kuan. Seit Jahren steht sie der Familie treu zur Seite und kennt ihre Geheimnisse besser als jeder andere. Doch auch Yu Ling trägt ihre eigene Vergangenheit in sich – eine, von der ihre Arbeitgeber nichts ahnen. In der Hoffnung auf ein besseres Leben fasst sie einen gewagten Plan: Sie will den Jungen entführen, um ein Lösegeld zu erpressen. Doch noch bevor sie ihren Plan umsetzen kann, gerät alles außer Kontrolle. Der Vater wird wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet, die Mutter verschwindet spurlos, und Yu Ling steht plötzlich allein mit dem Kind da.

Im unberechenbaren politischen Klima Chinas ist sie gezwungen, Entscheidungen zu treffen, die nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das des Jungen für immer verändern werden.

 

Eine Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Leipzig im Rahmen von „Leipzig liest 2026“, in Kooperation mit dem Ecco-Verlag der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH und der Weltlesebühne e.V. 

 

Die Autorin
ZHANG Yueran, geboren 1982, begann schon mit 14 Jahren zu schreiben, ist heute eine der einflussreichsten Autorinnen Chinas und eine der wichtigsten Stimmen junger, urbaner Literatur. Schon 2012 zählte sie das taiwanische Unitas-Magazin zu den 20 wichtigsten Autoren unter 40. Ihre Romane und Erzählungen haben sich hunderttausendfach verkauft und wurden in zahlreiche europäische und asiatische Sprachen übersetzt. Ihr Roman »Cocoon« wurde von der New York Times zu den besten Büchern 2022 gewählt und gewann in Frankreich den Prix Transfuge 2019 für den besten asiatischen Roman. Zhang lebt in Peking und lehrt Literatur und kreatives Schreiben an der Renmin-Universität.

© Foto: LI Jinpeng

Die Übersetzerin
Karin Betz übersetzt chinesische und englische Literatur, ist Kulturvermittlerin, Dozentin, Moderatorin und DJ. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. Literaturnobelpreisträger Mo Yan, Liao Yiwu, Cixin Liu, Xi Xi, Jin Yong, Wang Xiaobo und Can Xue. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der August-von-Schlegel Gastprofessur für die Poetik der Übersetzung an der FU Berlin 2020/21 und zuletzt mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2024 und dem Special Book Award of China.

© Foto: Barbara Neeb

Kinderbuchlesung

Das kleine Monster Nian 小年兽

SA, 21. März • 11 Uhr

© Flieder-Verlag GmbH
Deutsche Erstausgabe 1. Januar 2022 

Konfuzius-Institut Leipzig Otto-Schill-Str. 1, 04109 Leipzig 
Zweisprachige Lesung (Deutsch & Chinesisch) mit Gelegenheit zum Mitmalen.

 

Abstract
Vor langer, langer Zeit lebte auf einem hohen Berg ein einsames Monster namens Nian. Immer wenn die Kälte des Winters hereinbrach, geriet es in rasende Wut und stürmte den Berg hinunter. Wie konnten die Menschen Nian entkommen?...

(Besonders geeignet für Kinder von 4-12)

Der Autor
XIONG Liang ist Autor und Illustrator und gilt als Pionier des chinesischen Bilder-buchs. Seine international anerkannten Werke sind in viele Sprachen übersetzt und verbinden traditionelle chinesische Kultur und östliche Philosophie mit dem Bilder-buchkonzept des „Theaters auf dem Papier“. Seine Bildsprache orientiert sich an der Ästhetik der Tuschemalerei, während Sprache und Aufbau modern, klar und unge-bunden sind. Humor, Poesie und emotionale Ausdruckskraft machen seine Bücher für Kinder und Leser verschiedener Kulturen zugänglich.
Für seine Arbeiten erhielt Xiong Liang zahlreiche internationale Auszeichnungen, da-runter mehrfach den China Times Open Book Award, Preise in Taiwan und China so-wie Gold- und Silberauszeichnungen bei Animations- und Buchkunstwettbewerben; 2014 war er zudem für den Hans-Christian-Andersen-Preis nominiert.

© Foto: XIONG Liang

Jugendlesung

Auf dem Tigerpfad - Ein Selbsterfindungsroman - Lesung und Gespräch mit Autor Jakob Graf

SA, 21. März • 14 Uhr

Konfuzius-Institut Leipzig Otto-Schill-Str. 1, 04109 Leipzig

 

Abstract
Ein Junge, ein geheimnisvolles Buch – und ein unsichtbarer Weg, der alles verändert.
In „Auf dem Tigerpfad“ schreibt Kaspian gegen die Stille an, die der Tod seiner Mutter hinterlassen hat. In der Schule Außenseiter, und Zuhause einziger Halt seines trauernden Vaters beginnt er ein Tagebuch: erst als Gespräch mit der Toten, später als Botschaft an sein zukünftiges Ich.

Doch dann taucht ein rätselhaftes Buch auf – und mit ihm der „Tigerpfad“: ein innerer Weg voller Mutproben, Fantasie und Wahrheit. Zwischen dem klavierverrückten Nachbarsmädchen Alma, der scharfzüngigen Kimmy, Kungfu-Legenden, einer schrägen alten Dame und einer kampflustigen Straßenbande wächst Kaspian über sich hinaus. Schritt für Schritt lernt er, seine Trauer nicht zu verdrängen, sondern in Stärke zu verwandeln.

Mit sprachlicher Wucht, feinem Humor und großer Wärme erzählt Auf dem Tigerpfad eine mitreißende Coming-of-Age-Geschichte über Verlust, Freundschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen – begleitet von einem ziemlich eigensinnigen Tiger im Kopf.

 

Der Autor
Jakob Graf, geboren 1983, ist ein Autor, Schauspieler und Geschichtenerzähler. Er wuchs teils in Tansania, Frankreich und Genf auf und spricht neben Deutsch fließend Englisch und Französisch. Nach dem Abitur studierte er Kulturanthropologie und Sinologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (M.A.) wo er auch erstmals als professioneller Schauspieler tätig war. Als Autor veröffentlichte er bereits zwei Kinderbücher.

© Foto: Jakob Graf

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