Leipziger Buchmesse 2020

Blaues Reich. Winterstadt

Berlin vor dem Fall der Mauer, China vor dem Massaker am Tian’anmen-Platz: eine Welt voller uneinlösbarer Versprechen, eine Generation, die sich treiben lässt auf der Suche nach einem anderen Leben. Im winterlichen Berlin mit seinen dunklen Kneipen und plüschigen Cafés versuchen der Erzähler und sein bunt zusammengewürfelter Freundeskreis, eine neue Freiheit zu erfinden. In ihrem Mittelpunkt steht die schillernde Nina, die alle in ihren Bann zieht, selbst jedoch den gefährlichen Einflüsterungen ihrer inneren Stimmen ausgeliefert ist. Ein One-Way-Ticket nach Beijing wird zum Befreiungsschlag: Der Erzähler lässt alles hinter sich und reist durch ein China im Umbruch, durch ein großes, blaues Reich, in dem er vergeblich das Vergessen sucht.
Hinrich von Haaren, geboren 1964 in Bremerhaven, lebt in London. Er studierte Sinologie und Germanistik in Berlin. Seine Hörspiele wurden bei Radio Bremen und im Ostdeutschen Rundfunk gesendet, dessen Hörspielpreis er auch erhielt. Hinrich von Haaren hat zahlreiche Stipendien erhalten, zuletzt war er im Künstlerhaus Edenkoben zu Gast. Er debütierte mit dem Erzählband „Die Überlebten“ (2010), 2012 erschien der hochgelobte Roman „Brandhagen“ und 2019 im Residenz Verlag der Roman „Blaues Reich. Winterstadt“.

Zeit: Donnerstag, 12.03.2020, 19.30 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Leipzig
 

Der Feuertopf brodelt 咕噜噜涮锅子

Eisiger Wind treibt dichten Schnee durch Pekings Gassen. Kaum jemand ist bei diesem Wetter draußen unterwegs. So bleiben auch in der Garküche "Zum alten Feuertopf" die Gäste aus. Plötzlich klopft es an der Türe. Ein kleines Mädchen steht in der Kälte. Es folgt ein Junge und dann noch einer. Am nächsten Tag kommen die Kinder wieder und bringen nicht 
nur köstliche Zutaten für den Feuertopf mit, sondern auch reichlich Kundschaft. Dann verschwinden sie
 still und leise. – Ein Jahr später erinnert sich Großväterchen Yu an die geheimnisvollen Gäste. Wer waren sie? Werden sie wiederkommen…?
Zweisprachige Lesung aus dem chinesischen Wintermärchen "Der Feuertopf brodelt", erschienen in der Reihe "China für Kinder" des Drachenhaus Verlags.

Zeit: Freitag, 13.03.2020, 16.00 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Leipzig
Genre: Kinder- und Jugendbuch

 

"Im Dienst des Irdischen" - Buddhismus in China zwischen Politik, Wirtschaft und Volksfrömmigkeit

Der Sinologe und Publizist Dr. Hans-Wilm Schütte gibt mit seinem neuen Buch "Im Dienst des Irdischen - Buddhismus in China heute" Einblick in erstaunliche Verhältnisse. Wussten Sie, dass ungefähr die Hälfte aller Buddhisten in China lebt? Dort sind in den letzten Jahrzehnten vor allem zum Zweck regionaler Tourismusförderung teils gigantische Beträge in neue heilige Stätten investiert worden – und in Kolossalfiguren, von denen einige über 100 Meter groß sind. Wie verträgt sich das mit der religionskritischen bis religionsfeindlichen Politik der Kommunistischen Partei? Und was eigentlich glauben chinesische Buddhisten? Welche Wirkungsmöglichkeiten haben Klöster? Eine Betrachtung fördert ein Bild voller unerwarteter Gegensätze zutage. Schüttes neues Buch zum Thema sorgt gleichzeitig dank reicher Bebilderung für viel Anschaulichkeit. Rund 40 Aufnahmen werden auch im Rahmen des Vortrags gezeigt. Dr. Hans-Wilm Schütte, Hamburger Sinologe und Publizist, zählt zu den meistgelesenen deutschen China-Autoren. Er lehrte an den Universitäten von Hamburg und Marburg sowie an der Hochschule Bremen. Seine China-Reiseführer stehen in jeder Buchhandlung. Er ist Mitherausgeber des Großen China-Lexikons. Ein über Jahrzehnte gepflegtes Interesse an chinesischer Volksreligion in Kombination mit seinem Foto-Enthusiasmus führte zu seinem neuesten Buch über Buddhismus in China heute.

Zeit: Freitag, 13.03.2020, 19.00 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Leipzig
Genre: Religion

 

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