Korruption und Professionalisierung in der chinesischen Armee um 1900

Nicolas Schillinger (FU Berlin)

In den letzten Jahren der Qing-Dynastie wurde die chinesische Armee grundlegend nach europäischen (vor allem deutschen) und japanischen Vorbildern reformiert. Das Militär sollte professioneller werden und im Gegensatz zu den bestehenden Truppen ehrlich, uneigennützig und loyal sein. Diese Vorstellungen von einer professionellen Armee, die zu dieser Zeit eingeführt wurden, bestehen bis heute und prägen (erneut) das Selbstverständnis des Militärs in China. Der Vortrag wird sich daher den Maßnahmen chinesischer Militärreformer zur Professionalisierung der sogenannten „Neuen Armeen“ und der Vermeidung korrupter Praktiken der Vergangenheit zu Beginn des 20. Jahrhunderts widmen.

  • Mo, 23. Okt 2017, 18.00 Uhr

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